
Story by Kersten
Reggae Jam Bersenbrück 2004
Es war wieder einmal soweit, dass erste Augustwochenende nahte und somit auch der Reggae Jam in Bersenbrück
und dieses Jahr schon zum 10. Mal.Also setzten wir uns am Freitagvormittag in´s Auto und fuhren die 4 Stunden in
den „Hohen Norden“.
Auf dem Campinggelände angekommen waren wir überrascht, dass dieses Jahr ungefähr 10 mal so viele Zelte schon
dort standen wie im letzten Jahr und wir auf den ersten Blick sahen, dass wir Probleme hatten einen
gemütlichen Platz an der Hase unter Bäumen zu bekommen.
Aber auch hier verlies uns unser Glück nicht, denn der Erste den wir auf dem Campingground sahen war Jürgen aus Wuppertal,
der hatte auch sofort einen Platz für uns und wir konnten unser Heim im Schatten aufschlagen.
Nach dem Aufbau des Zeltes und einem kalten, von Jürgen gesponsertem, Bier mussten wir natürlich erst mal
die „Wuppertaler Massive“ begrüßen. Holger und Daniel waren nicht da, denn die mussten sich erst ihr Ticket
verdienen und kräftig auf dem Gelände mit aufbauen. Da Carmen mir schon eine Woche vor dem Fest geschrieben
hat, dass sie und Stephan auch nach Bersenbrück kommen machten wir uns auf die Suche nach den beiden
und fanden sie dann auch am entgegengesetzten Ende des Campingplatzes, wo sie gerade ihre Zelte aufbauten.
Den Rest des Freitags verbrachten wir dann gemeinsam mit den Leuten aus Wuppertal, auch Holger und Daniel
tauchten dann irgendwann am Abend auf.

Den Samstag ließen wir dann gemütlich angehen, bevor wir gegen 14.00 Uhr Richtung Festivalgelände aufbrachen.
Der Reggae Jam ist für uns kein Festival, auf dem wir mit den absoluten Headlinern der Reggaeszene rechnen,
obwohl diese Jahr mit Beres Hammond und Marcia Griffith schon einige der „Ganz Großen“da waren.
Für uns ist der Jam einfach ein gemütliches und absolut stressfreies Fest zum chillen, quatschen und einfach nur wohlfühlen.

Den Samstag verbrachten wir dann auch bis zum späten Abend auf dem Gelände, bei Musik und dem einen oder
anderen Basarbummel und Einkauf, gemeinsam mit einigen tausend Anderen, die es sich genauso gut gehen
ließen wie wir.



. Nach Mitternacht war dann noch eine „Afterparty“ auf dem Campingplatz, mit einigen Soundsystems, angesagt.
Da wir aber lieber die „handgemachte“ Rootsmusic mögen, und nicht unbedingt Musik aus der Konserve,
haben wir es vorgezogen noch etwas mit unseren Zeltnachbarn zu quatschen und uns dann in unser Zelt zu verkriechen.
Die Afterparty ging dann auch bis weit nach Sonnenaufgang, aber so gegen 6,30 Uhr war es dann vorbei.
Am Sonntagmorgen ging es auf dem Campinggelände dann doch etwas ruhiger zu als sonst, denn die meisten Leute
mussten sich, nach der nächtlichen Party, doch noch etwas für den Sonntag ausruhen.
Das extremste Beispiel für eine durchgefeierte Nacht war dann auch Holger, der zuerst fast leblos und bewegungsunfähig
im Campingbus lag, nur sein tierisches Schnarchen sagte: ER LEBT NOCH. Einen großen Nachteil hatte seine Schlafstätte,
im Bus war die Musikanlage untergebracht und Holger hatte schon am Abend ein Schild mit „Bitte nicht stören“ aufgestellt.
Irgendwann hat sich dann doch jemand erbarmt und die Musik angemacht, denn es war irgendwie zu ruhig so ganz ohne
Beschallung. Die erwartete Reaktion kam dann auch sofort, es stürzte ein, der menschlichen Sprache und Bewegung, noch nicht
fähiger Holger mit fast geschlossenen Augen aus dem Bus quer über den Zeltplatz. Bei dem Anblick fragte dann nur irgendjemand:
„Und wer hatte jetzt die Fernbedienung in der Hand“??


Gegen Mittag machten wir „Überlebenden der Nacht“ uns dann wieder auf den Weg zum Festivalgelände und genossen
noch einige Stunden Musik und gute Stimmung. Leider konnten wir den Auftritt von Beres Hammond und Marcia Griffith
nicht mehr genießen, da die Zwei erst abends auftraten und wir uns schon am Nachmittag auf den Heimweg machen mussten,
denn am Montagmorgen mussten wir, nach 3 Wochen Urlaub, dann auch mal wieder arbeiten.

Als Resümee zum Reggae Jam, kann man nur sagen, ein absolut ruhiges und sehr angenehmes Festival, ganz und gar ohne
die sonst üblichen Nervereien und Kontrollen durch übereifrige Security Leute. Auch der Anblick einer stets präsenten
Staatsmacht, die auf anderen Festivals schon zum normalen Bild gehört, blieb uns in Bersenbrück genauso erspart wie im
letzten Jahr.
Man kann nur sagen, Respect an die Veranstalter speziell an „Sheriff“ der wahrscheinlich die meiste Arbeit mit allem hatte
und wir hoffen das es im nächsten Jahr auch noch einen 11. Reggae Jam geben wird, der genauso erholsam und locker
abläuft wie bisher.