
2007
Ein Bericht von Alex und Sebastian.
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Am Donnerstag, den 16.8., ging es endlich los… Zusammen mit einem Kumpel von uns
fuhren wir im komplett voll gepackten Auto (Zelte und Stühle für alle Freunde
die mit dem Zug kamen) Richtung Chiemsee.
Bei München Süd nahmen wir noch einen Freund von uns auf und kauften Essen für 2
Tage ein, wobei wir auf vieles verzichten mussten, denn es passte einfach nichts
mehr ins Auto (Kombi!)…Bis auf Sebastian am Steuer waren wir alle bis oben hin
voll gepackt mit Taschen, Wasserflaschen, Essen und Schlafsäcken…
40 km vor Übersee fing es
(Überraschung!) an zu regnen, und als wir endlich bei der Ausfahrt Grabenstätt
raus fuhren, war die Stimmung irgendwo zwischen Hoch- und Tiefpunkt:
Endlich wieder Chiemsee, Reggaemusik und ein Wochenende Festivalfeeling –
endlich wieder Regen, Schlammschlacht und ein überzogenes Polizeiaufgebot!!!
Auf dem Parkplatz packten wir den nötigsten Krempel auf unseren Trolley und
bewegten uns im schönsten Nieselregen Richtung Festivalgeländeeingang, der sich
dieses Jahr an der früheren Stelle der Hauptbühne befand, was einen halben
Kilometer mehr Weg bedeutete.
Mit unserem Bändchen und dem obligatorischen Müllsack suchten wir schließlich einen Platz der groß genug für uns und die 15 Leute war, die nachkamen… Nachdem wir 5 Zelte aufgestellt hatten, verzweifelten wir an einem 8-Mann-Zelt und gaben einer nach dem anderen auf…
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Nach einem kurzen Abendessen im Regen ( Im ganzen Chaos hatten wir vergessen
noch einen Pavillon zu kaufen, obwohl wir uns geschworen hatten, nie wieder ohne
einen auf CRS zu gehen) schauten wir kurz an den Open Decks vorbei, entschieden
uns aber um 11 Uhr ins Bett zu gehen und auf besseres Wetter zu hoffen…
…was nicht kam, denn nachdem es um 12 Uhr nachts aufgehört hatte zu regnen, kam
pünktlich mit dem Sonnenaufgang neuer Regen und es begann sich wunderschön
einzuregnen!
Nachdem wir uns aus den Zelten geschält hatten, fuhren wir schon um 10 Uhr zu
viert mit dem Auto los und versuchten irgendwo einen Pavillon aufzutreiben…4
Baumärkte später bekamen wir in einem Fachmarkt 5 Holzlatten geschenkt und
kauften uns gleich auch Gummistiefel in Größe 48 mit Stahlkappen, die sich als
die beste Investition unseres Lebens herausstellten.
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Als der Regen endlich aufhörte, machten wir beide einen kleinen Rundgang über
das Gelände, wobei ich mir auch gleich meinen Presseausweis besorgte, die
verplanten Leute mir aber nur zwei Bändchen an den Arm machten und den Ausweis
vergaßen, wie ich später merken sollte.
Während wir den Zaun entlang spazierten trafen wir auf eine Gruppe Jugendlicher
und 2 Sanitäter die sich um einen Betrunkenen kümmerten der sich im Schlamm
wälzte und nicht mehr stehen konnte geschweige denn ohne Hilfe pinkeln wobei ihm
die Sanitäter helfen mussten. Als er dann auch noch in die Hose schiss, machten
wir dass wir weiterkamen – wir hatten genug.
Im Laufe des Tages trafen mehr und mehr unserer Leute ein und als die Konzerte um 17:00 endlich begannen, waren wir in Hochstimmung…
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FREITAG:
Mit Stitchie bekamen die Besucher gleich zu Anfang zum ersten einen hochkarätigen Ersatz für Richie Spice, der laut Veranstalter Probleme mit seinem Visum hatte, und zum anderen lieferte er eine nice Show ab.
Als es dann um 17:00 auch in der Zeltbühne losging kamen Uprisin` auf die Bühne gestürmt und rockten mit feinstem Roots. Das Zelt war gestopft voll und alle gingen voll auf die Franken ab. Auf jedem Fall lohnenswert sie nochmal zu sehen. Leider verboten die Securities am Eingang zum Graben Alex den Zutritt, da er den Ausweis nicht besaß. Nachdem er zwei Securities befragt, den Infostand belagert und den Pressestand am Eingang zugetextet hatte („Ich soll Fotos für ne Roots Homepage machen – für den Reggae-Ecki, kennt ihr den? Nein? Der is voll bekannt, supportet die Reggaeszene in Deutschland, … Ich kann doch keine Fotos ohne Ausweis machen, ey, komm gebt mir son Ding, ich war gestern da und ihr habt mir nur die Bändchen gegeben…“), bekam er am späten Abend einen Ausweis ausgehändigt.
Nach einer Stunde verlagerte sich die Masse hin zur Hauptbühne, auf der Mono & Nikitaman eine Party ohne Ende feierten und es schafften das Gelände überquellen zu lassen. Als dann die Sonne bei ihrem Tune „Solang die Sonne scheint“ mitspielte und aus den dicken Regenwolken genau dann herausspitzte, als die Menge den Refrain sang, waren die Besucher aus dem Häuschen. Zum ersten Mal war hier die Stimmung zu spüren, die auch später das Festival bestimmen sollte.
“FRESSE HALTEN, SELBER MACHEN!!!“
„Solang die Sonne scheint, ist alles gut!“
Leider bekamen das die zur selben Zeit spielenden Ras Dashans zu spüren. Da half leider auch nicht ihre Message und ihre gute Laune, die alle leider nur wenigen Zuhörer voll erreichte. Trotzdem ein sehr feines Konzert, wie die hartnäckige Crowd dem Applaus nach wohl auch meinte.
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Danach brannte der Chiemsee…mit dem Sonnenuntergang kam einer der Alten auf die Bühne und zeigte uns was der Name „Jah Army“ bedeutete: Capleton…irre…mit seinen beschwörenden Gesten und seiner hammer Show schaffte er es das tausende Besucher auf ein Kommando ihre Fäuste reckten und gegen Babylon schrien: „Move!Fire!“…Gänsehaut pur…eines der besten Konzerte des ganzen Festivals.
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Als dann die Leute alle zu Freundeskreis strömten (bei denen schon der Soundcheck hart an der Schmerzensgrenze war) bahnten wir uns in die entgegengesetzte Richtung einen Weg: ins Zelt zu Dr. Ring Ding. Größtenteils leider verpasst war er aber echt spitze als er zur Trompete griff und das Zelt rockte. Vor allem seine Version von Gregory Isaacs „Night Nurse“ am Ende fand ich genial.
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Mit Alpha Blondy kam gegen halb 12 der Headliner des Abends auf die Mainstage und hatte mit seinem ersten Song „Jerusalem“ sofort die gesamte Crowd auf seiner Seite. Er spielte seine Alben rauf und runter und als er als Zugabe noch seine Version von Pink Floyds „Wish you were here“ performte hatte er am Ende für uns ein fettes „Genial“ hinter seinem Namen stehen. Leider fanden aber einige unserer Freunde und auch andere um mich herum dass er zu wenige „alte“ Lieder gespielt hatte. Wir fanden ihn genial. Mal sehen was sich wegen Kandel machen lässt…
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Für uns ging der Abend mit Ganjaman , der als wir ankamen „Santa Maria“ zusammen mit Junior Randy spielte was sehr fett war, da es unser Lieblingssong von ihm ist, und mit Mellow Mark, Nattyflo und Pyro feat. House of Riddim zu Ende, wobei letztere gemeinsam auf der Bühne es auf jedem Fall wert waren sich die Nacht um die Ohren zu schlagen(sie traten erst um halb 3! auf). Bei beiden Bands standen wir jedoch fast schon am Zeltausgang, weshalb das mit Bildern nichts geworden ist.