
Das "Jacob Miller Memorial" im Westerwald hatte ich nach der Absage von Lucky Dube, der für mich weiten Anreise
und dem nicht arbeitsfreien Montag eigentlich schon abgehakt. Der Freitag ging vorüber und ich lief zu Hause rum als hätte
ich Wasser im Ohr. Als ich dann Samstagmorgen beim Frühstück nur darüber sprach wer alles so dort auftritt, meinte Claudia
ich solle jetzt endlich mit dem Gespräch aufhören und das Auto tanken damit wir losfahren können. Mein Schatz kennt mich
und weis ganz genau wann ein Fall von "Reggaemylitis" bei mir ansteht und wie er zu lindern ist.
Auf das Startzeichen hatte ich nur gewartet und eine halbe Stunde später waren wir unterwegs.

Als wir so gegen 14,00 Uhr in Höchstenbach ankamen, bot sich uns genau das Bild, das wir von den
Kingsfield Veranstaltungen her gewohnt waren. Überall ein freundliches Hallo, vom Parkplatz bis auf das
Festival-Gelände. Eine total lockere und entspannte Atmosphäre. Das Gelände super ausgesucht, keine
Hektik, kein Gedränge. Der Platz war mit kleinen Verkaufsständen umgrenzt und von fast jeder Ecke her
hatte man einen Blick auf die Bühne.

Natürlich trafen wir auch wieder einige Bekannte, hier Claudia mit A-Dread vom ZionZoundZyztem die wir leider nicht mehr
hören konnten, das sie nur Freitags auflegten.

Carmen aus Giessen hatten wir zuletzt 2003 auf dem "Saarsplash" gesehen. Theo und Julia vertraten die "Saarmassive"

Nach einem sehr guten und "höllsch" scharfen Jassa am Senegamgia-Stand,

machten wir noch einen Bummel durch die Verkaufsstände.

Auch an die Kinder wurde gedacht und Clown Pepino machte seine Scherze und zeigte eine menge Kunststücke.

Als er sich auf Glasscherben legte, durfte ich einen "Bruchtest" mit ihm machen. Hut ab!!!

Mit "Iditafari" kam dann die erste Band des Tages auf die Bühne.
Richtig fetter, ehrlicher Conscious Roots. Da so etwas genau meinen Geschmack trifft,

hier auch noch mit Überzeugung und Können gebracht wird, hat mich und auch alle Anderen der kurze Regenschauer nicht

aus dem "Irie-Feeling" gebracht.
Der nächste Gig war dann:

" Dantan Humble & The Deep Roots Band"

Super Konzert, geiles "Zwiegespräch" zwischen Dantan und dem Background Chor, und wenn mich nicht alles täuscht
"Ruffhouse" am Bass.

Super Stimmung vor der Bühne.

Dem Nachwuchs hat es auch gefallen. Ab in Deckung beim 2. und letzten Schauer an diesem Tag.
Die Zeit bis zur nächsten Band nutzte jeder auf seine Art.

Hier "Elijah" von der Giessener Massive der am Reggae-Game Stand zeigte was für ein klasse Singer er ist.

Mit der Dunkelheit bekam das Festival - Gelände einen ganz besonderen Flair.

Also machten Claudia und ich noch einen Bummel an den Ständen vorbei und waren eigentlich gut drauf.
Ja und dann dauerte es und dauerte, Stunden vergingen, aber auf der Stage tat sich nichts. Zuerst hörte man, dass es Probleme mit
dem Aufbau gäbe. Dann sickerte so langsam durch, dass "Fred Locks" und "Michael Prophet" nicht auftreten. Das saß!!!
Waren das doch mit die Hauptgründe weswegen wir nach Höchstenbach gefahren waren. Hey 50 € für zwei Karten und dann
fallen sogar zwei der Haupt - Artisten aus. Das ist heftig!!! Wie wir erfuhren war schon am Tag zuvor "Daweh Congo" nicht
erschienen. Ich kenne ja die Hintergründe nicht, aber ich denke, dass Kingsfield für nächstes Jahr Probleme bekommt ob der
Glaubwürdigkeiten des Programms und sich so mancher überlegt von weiter her anzureisen, wenn er sich nicht sicher ist, die
Leute die angekündigt werden auch zu sehen. Auf jeden Fall war von da ab der Wurm drin. Über 4 Std. später kam dann die
"The Indica Band" auf die Bühne.


Die Vibes waren echt geil die da rüber kamen und wir alle kamen so langsam wieder in Stimmung.
Bis nach einer ca. halben Stunde ein 15 min. Break angekündigt wurde, der dann eine ganze Stunde dauerte.
Um 2 Uhr ging es dann endlich weiter.

Die Band kam wieder auf die Bühne, mit ihr "Berris Bassa". Es kam ein echt guter Sound von der Bühne und endlich
wieder Stimmung auf.

Mit "Ronny Davis" betrat einer der "Alten Garde" die Bühne und lies mich alles um mich herum vergessen. Einfach gut!!!

Und dann war "Star - Time".
Live on Stage:
Mr. Johnny Clarke

Na, das war jetzt richtig gut und lies mich die lange Wartezeit, mittlerweile kurz vor 3 Uhr, vergessen.

Johnny brachte von, .Rockers time now, über Lets give jah, jah, praise bis None Shall Escape the Judgement,

all die Songs die ich von ihm hören wollte.
Mit dem Abend wieder versöhnt wanderten wir um ca. 4 Uhr zu unserem Auto und legten uns noch bis um 6 Uhr hin.
Nach dem Nickerchen ging es dann wieder ab ins Saarland wo wir um 9 Uhr ankamen und gleich für mehrere Stunden
ins Bett verschwanden. Wie gesagt, der Ausfall der Künstler und die Verzögerungen haben den sonst sehr positiven
Eindruck von dem Festival getrübt. Ich werde auch weiter hin solche Veranstaltungen den Massenevents wie Summerjam
und Chiemsee Reggae Summer vorziehen. Eine besondere Freude war es auch, Leute die ich von der Page her kenne,
und Kontakt habe, einmal persönlich kennen zu lernen. Alles in allem war das Wochenende schon klasse.
Irie Greetings & take it positive,
Ecki.