So … Endlich war es soweit: JAMARAM aus München im Wasserhaus, nur 5 km (!) von daheim entfernt bei uns in einem absoluten Reggae-vakuum. Wer die Musik der sympathischen Münchner kannte, der wusste, was er zu erwarten hatte:

Jamaram Styleeee!!!

Schon um 20:00 trudelten wir in Hammelburg ein und nachdem wir unsere Eingangsbändchen hatten (es sollte an diesem Abend ein volles Haus geben, deshalb war früh kommen keine falsche Sache, auch wenn zu Beginn nur 10 Leute herumstanden…) verzogen wir uns erst noch mal ins Auto. Nicht um, wie unsere Freunde vermuteten, zu rauchen sondern um uns zwei geniale Lieder anzuhören: Night Nurse von Gregory Isaacs und Rasta Ganja Marihuana von … ! Danach waren wir in der perfekten Stimmung für mehr Reggae…Aber leider mussten wir noch 2 Stunden auf den Auftritt warten, auch wegen eines verzögerten Soundchecks weil die Band mit Verspätung angekommen war. Bis dahin vertrieben wir uns die Zeit indem wir alle möglichen lange nicht mehr gesehenen Freunde begrüßten und mit den Leuten vom Merchandise Stand quatschten. Neben den üblichen CDs und T-Shirts sammelte die Band auch Spenden für ein Afrika-Projekt (www…..), wofür wir gern etwas in die Box legten. Trotzdem bekamen wir keinen Spekulatius von den beiden Damen…

Um 22:00 ging es dann endlich los.
Sam betrat die Bühne und spielte „Rhode Island“ von ihrem aktuellen Album „Ookuchaka“.

Ein sehr schönes und ruhiges Stück, perfekt geeignet zum Auftakt des Abends…aber das war erst der Anfang…

Danach marschierte die ganze 8-köpfige Band auf die Bühne und packte gleich als einen der ersten Songs „Over the Ocean“ aus, der auf ihrem ersten Album „Kalahassi“ zu finden ist. Für uns einer der Muss-Songs die wir hören wollten, weil er einfach den lockeren Jamaram-Style wiederspiegelt und mit seinem „Twingle Twingle little Star“ ein wunderschöner Ohrwurm ist.

Absolut neu für uns kam Jamaram mit Sambaklängen und richtig schönen Skaeinlagen, die sich auf ihrem ersten Album gar nicht finden. Unter den verschiedenen Soli war auch „der längste Ton“ gespielt von Hannes am Savxophon…Seeeehr Laaaanggezogen….

  

Die Crowd im übersichtlichen aber mittlerweile vollgestopften Wasserhaus ging voll auf die Münchner ab und bedankte sich für die heißen Vibes mit Schweiß und guader Stimmung. Die Menge war am Kochen als der erste Stagediver (doch doch es war Reggaemusik…) sich über die Köpfe tragen ließ, einmal um die Säule und zurück. Er sollte nicht der einzige bleiben…“I like to move my feet cause the groove is hot, cause the groooove iiis hot!!“

Angeheizt von den guten Vibes spielten Jamaram „Black/White“ und „Kalahassi“, die bei uns auf vollen Mitsingeffekt stießen, kann man den Text doch nach regelmäßigen Album-durchhör-Sessions auswendig.

Dann spielten sie „Jamaram Stylee“, ein Song, der ihren vielseitigen Sound wohl am besten darstellt und der das erste Lied war, das wir von ihnen jemals gehört hatten. Immer wieder ein Genuss! Nachdem die Crowd auf Toms „Yes“ mehrmals und immer lauter geantwortet hatte, so lange bis der ganze Saal am Brüllen war, spielten sie den gleichnamigen Song. „Yes we are Jamaram and we are the BEST!“ So ist es Brotha, ihr gehört dazu! Vorher schon und seit heute Abend für uns auf jeden Fall!!!

Was mich (Alex) die ganze Zeit abdancen ließ, waren vor allem auch ihre Basslines, wenn Benni am Bass die Saiten zupfte, und die Riddims…Genial! Was für eine Band: Samba, Roots, Ska, Funk, … Einen Ausblick auf ihr neues Album gaben sie mit einem kleinen Vorgeschmack…Name vergessen, aber Vibes gefühlt.

  

Die letzten Kraftreserven holten sie aus uns mit „Explosion“ raus, und als die Menge noch immer nicht genug hatte gaben sie noch eine Zugabe…

Doch: Das sollte nicht das Ende sein! Als sie gehen wollten, schrie jeder aus voller Kraft „Zugabe“…Was folgte war ein spontaner Griff von Murxen zur Trommel und wupp waren sie schon in der Menge, bahnten sich ihren Weg zur Mitte. Dort angelangt spielten sie eine absolut heiße Session mit „Jamaram Stylee“!!! Unvergesslich!!! Die Crowd war mit vollem Herzen dabei und alle Energie war nach dem minutenlangen Song raus, weg, verbraucht. Sie (Die Band und die Menge) hatten ihr Bestes gegeben und wir haben in unserem Leben vielleicht zwei oder drei gleichwertige Konzerte erlebt…

Als die Band ihre Instrumente abbaute und sich die Menge verlief, gingen wir noch mal vor an die Bühne und sprachen unseren vollen Respekt für die geile Show aus…Außerdem machten wir noch ein bisschen Werbung für Ecki indem wir Murxen und Tom zwei Flyer in die Hand drückten und sie über alles mögliche (unter anderem die Page) vollquatschten. Ausserdem wurden wir von 2 hysterischen Mädchen dazu genötigt ein Bild von ihnen mit Murxen zu schießen…Nachdem wir noch ein paar Cent für Afrika gespendet und uns bei einem guten Bier einigermaßen erholt hatten, gings für uns ab nach Hause – Aftershowparty hin oder her…wir waren einfach fix und fertig…

Ein weiterer unvergesslicher Abend voller guter Stimmung und bester Musik war vorbei…

Allen die Jamaram noch nicht kennen oder noch nicht erlebt haben können wir nur sagen: Es ist ein absolutes Muss,

denn die 8 sind einfach der HAMMER!

"Irie Greetings aus Franken Alexander und Sebastian"