Als ich von diesem Event erfahren habe, dachte ich zunächst, das Ganze findet in einer Halle statt.

Ich war schon etwas erstaunt als mein Blick auf das "Open Air" auf dem Flyer fiel. Sehr früh im Jahr

war so mein Gedanke. Die Aussicht endlich einmal die Gladiators zu sehen, eine Band die ich sehr

mag aber leider immer verpasst habe, ließ mich alle Bedenken wegen dem Wetter, den Temperaturen

und so vergessen. Auch freute ich mich darauf Fôô Fanick zu treffen mit dem ich schon seit einiger

Zeit regen Kontakt habe aber ein persönliches Zusammentreffen wegen der Entfernung Berlin - Saarland

noch nicht stattgefunden hat. So stiegen wir um 17 Uhr ins Auto und machten uns auf den Weg zum

150 km entfernten Darmstadt.

Um 18,30 Uhr kamen Claudia und ich an der TU-Lichtwiese an.

 

Vorbei ging es an der freundlichen Eingangskontrolle auf das sehr schöne und bestens präparierte Festival-Gelände.

Es gab da wie üblich verschiedene Verkaufstände mit Fahnen, T-Shirts, Essen und einer meterlangen Theke.

Das Wetter war gut. Kein Regen, kein Wind und später verzogen sich auch die Wolken und ein blauer Himmel

kam zum Vorschein.

 

Als wir gemütlich zur Bühne schlenderten, begannen die "International Reggae Artists" gerade ihr Programm.

Sie spielten einige sehr gute "Marley-Cover" und sorgten damit schon einmal für die richtige Grundstimmung

bei den zu diesem Zeitpunkt noch wenigen Besuchern.

Claudia und ich machten uns dann auf den Weg um uns Backstage mit "Fôô Fanick & One Roots"

zu treffen. Wie mir Fôô Fanick erzählte, war die Band schon am Tag zuvor von Berlin angereist

und damit fit und absolut heiß auf den Gig.

 

Wir hatten viel Spaß mit einander und verabredeten auch noch, daß Fôô Fanick im Juni hier auf der Page den

"Song des Monats" bereitstellt.

Nun begann der Soundcheck für die Band und wir zogen wieder über das Festival-Gelände und verteilten ein

paar Flyer vom JRF an die doch jetzt etwas zahlreicheren Besucher. Noch etwas getrunken auf die, das habe ich

bis jetzt noch nie erlebt, wohlriechenden Dixi´s und dann ging es auf der Bühne auch schon los.

Fôô Fanick & One Roots

 

Die acht Jungs aus Benin, Israel, USA, Kuba und Deutschland bringen heiße Afro-Reggae-Rythmen auf die

Bühne und setzen beim Publikum jede Menge Energie zum Tanzen frei.

 

Ich habe die Band zum letzten Mal beim CRS 2002 gesehen und war damals schon begeistert.

 

Ich kann nur sagen Fôô Fanick hat noch einmal richtig zugelegt und bringt nicht nur inhaltlich sondern auch

musikalisch ein Programm auf die Stage, das vom Feinsten ist und sich neben jeder "Reggaegröße" sehen lassen kann.

 

Als Fôô Fanick & One Roots nach 1,30 Std. und einer geforderten Zugabe die Bühne verließen, hinterließen

sie ein zufriedenes Publikum und bestimmt auch eine Menge neuer Fans.

Ich habe Fôô Fanick nach dem Konzert noch getroffen und ein sehr intensives Gespräch mit ihm geführt.

Das werde ich bei Gelegenheit hier auf der Page veröffentlichen.

 

So jetzt sollten ja die Gladiators auftreten, die wollten auch spielen wie uns der Veranstalter Dimitrios Kassapidis

verkündete aber ihr Manager machte irgendwie Stress wegen ein paar Euro zu wenig. So läuft eben das Business.

Da wird gegen "Babylon" gesungen aber selber ist man voll darin verstrickt. Naja irgendwie hat Dimitrios das

dann doch noch hin bekommen und auf die Stage kamen:

The Gladiators

 

Mit der Band kam zuerst einmal "Zema" auf die Bühne die ich von ihrem Album "Black Sheep" her kannte.

Sie war nicht schlecht, wirkte aber etwas lustlos.

Dann kam "Al Griffiths" auf die Stage und mit ihm der berühmte "Gladiators-Soundpower"

 

Man ließen die "Alten Herren" die Post abgehen und Al stand seinem Vater wirklich in nichts nach.

 

 

Im Gegenteil er brachte richtig frischen Wind in das Bühnenprogramm.

 

Es war schon genial hier zu stehen und die ganzen Klassiker der Band zu erleben.

 

 

Es war wirklich schon unheimlich wie Al seinem Vater in Gestalt, Gestik und Gesang glich.

 

 

Das war wirklich gut und ich war regelrecht weggetreten in ein "Höheres Level". Super!!!

Auch Claudia hat es sehr gut gefallen und so war sie wie viele andere auch überrascht als nach

1 Std. sich Al und die Band verabschiedete und ohne Zugabe verschwanden.

Ich habe Al Griffiths nach dem Gig noch Backstage getroffen und muß sagen, er ist ein sehr

sympathischer Mensch, der trotz meines schlechten  Englisch eine kleine Unterhaltung mit mir geführt hat.

Mit dem Veranstalter Dimitrios Kassapidis konnte ich mich leider nur kurz unterhalten, da er ständig von

irgendwelchen Leuten in Anspruch genommen wurde. Klar so einen Event durchziehen ist Arbeit und

Stress pur. Ich habe ihn aber auch bei den Gladiators vor der Stage tanzen gesehen und gemerkt, daß das

nicht nur sein Business ist, sondern er es auch lebt. Danke für das Festival Dimi und ich hoffe du machst

es wieder im nächsten Jahr.

Das Soundsystem hat dann das Regime übernommen. Claudia und ich sind dann aber gleich ins Auto

und ab Richtung Saarland, wo wir so um 2 Uhr eingelaufen sind. Eines ist klar, gibt es 2008 wieder

ein "Marley  Jamal - Reggae Festival", wir sind dabei.

Irie Greetings & take it positive, Ecki