Ein Bericht von Renate.

Hier ein Bericht vom SUMMERJAM 2006. Eigentlich wollte ich kein großes Reggaeevent mehr besuchen. Summerjam 2003 mit Hundertschaften Polizei u. unfreundlicher Security erschreckten mich. Aber die angekündigten Rootsreggae-Artists auf der S.Jam Page ließen mich umfallen. Auch Hung war von meinem Plan begeistert .Das ganze Unternehmen fand bei großer Hitze statt. Bequem mit dem Zug nach Köln .Dort angekommen mit der S Bahn Linie 11 nur 5 Stationen bis Chorweiler ,Haltestelle unter dem CITY- CENTER. Über 100 Läden, Restaurants Bäckereien u.s.w. In und um das City -Center Massen von Reggaefans, die sich mit Essen und Trinken eindeckten und sich bei den vielen Essmöglichkeiten stärkten oder warteten  auf den Shuttlebus der bis 2 Uhr nachts fuhr und an allen Parkplätzen anhielt und die Fans mit dem vielen Gepäck ausspuckte. Wir suchten unser gemietetes Appartement auf.

  

Am Freitag Vormittag mit dem Shuttlebus zum Parkplatz 2. Dort bekam man sein Festivalbändchen und das Programm. Als angenehm empfand ich, deutlich weniger Polizei zu sehen. An dem Eingang zur Insel waren einige Cops postiert mit Handschellen am Colt und Pistolen. Die Taschen wurden von der Security durchwühlt und o Schreck und Graus meine kleine 0,5l Plastikflasche mit Wasser gefüllt musste ich in die Mülltonne werfen. Bei der Hitze unverantwortlich von dem Veranstalter diese Maßnahme. Diese Schnapsidee nur Freitags. Security vor den Bühnen angenehm muss erwähnt werden. 

  

 

 

Nun zur Musik.

 

 

Der  Opener am Freitag war MR.GEORGE. Wer sich dahinter verbarg wusste ich nicht. Soll aus dem Ruhrgebiet kommen. Nun aber die Überraschung, Ruffhouse und der Bassplayer von der KP Crew standen plötzlich auf der Stage. Ruffhouse verkündete, daß er oft mit Mr.George zusammenspiele und ihm helfe. Leo Murphy ,muss wohl der Sohn von Andrew Murphy sein (Moderator Red Stage)Barbados, auch in der Band aktiv. Deutsche Texte ansprechender Reggae. Es folgte LEO,S DEN. Ecki und Claudia uns als Opener von Groundation im Zapata bekannt. Guter Roots Reggae ,schön die Band wieder zu hören.

 

I JAH MAN LEVI. Ein super Auftritt, nicht mit dem Zapatakonzert zu vergleichen. IJAHMAN bestens aufgelegt verkündete ,daß er in der letzten Woche 60 Jahre alt geworden sei. Sehr gute Band. Er sprang von der Stage und schüttelte  Hände in der ersten Reihe. Ich drückte seine Hand kräftig.

 

 

THE GLADIATORS  alle Bandmitglieder, die man von der DVD "Live in Paris" kennt . Nur der Boss Albert Griffiths fehlte. Sein Sohn, Al, entschuldigte das Fehlen seines Vaters. Aber der Sohn vertrat seinen Vater bestens gleiches Aussehen, gleiche Gesten und Mimik. Ein Erlebnis sie live zu erleben. Sie spielten das Konzert wie auf der DVD zu hören u. sehen.

 

THE CONGOS  da kann man nur sagen je oller je doller. 3 weißbärtige Herren und der Frontsänger Cedric Myton ,da standen wirkliche Reggaelegenden vor uns. Die Bandmitglieder auch meißt weißhaarige Herren. Aber was für ein groovender Roots, das ging in die Beine wirkliche Könner tolle Vocals.

 

Letzter Act am Freitag auf der Green Stage TIKEN JAH FALKOlY. Ein Künstler von der Elfenbeinküste, der die Ungerechtigkeiten seiner Heimat in seinen Texten offen anspricht. Tiken eine markante Erscheinung von großer Gestalt trug ein afrikanisches Gewand ,sehr schön anzusehen dieser Mann. Ein Superkonzert sehr eindrucksvoll.

Samstag gehörte der RED STAGE. 

 

Bevor wir uns dort einen Platz in der ersten Reihe sicherten noch an der Green Stage den Auftritt von JAH MEEK und Uwe Banton und der HOUSE OF RIDDIM Band verfolgt .Von Kandel noch frisch in Erinnerung. Gutes Konzert.

 

Andrew Murphy der Moderator, man kann sagen die gute Seele der Red Stage gab zwischen den ACTS verbindliche Kommentare. Sagte seit er in Deutschland sei hätte er seine Haare nicht geschnitten seine Dreadlocks reichen bis zum Boden (3 cm fehlen noch)Sehr schön anzusehen.

 

 

MORGAN HERITAGE , schon 2003 auf dem S-Jam gehört, wieder sehr gut, seine Schwester an den Keys fehlte eine junge weibl. Person an den Keys anstatt. Der obligatorische Tisch mit Blumen und religiösen Symbolen fehlte natürlich auch nicht. SUUUUPER!!!!!

 

Dann als nächster Act ,ich war sehr gespannt ob er überhaupt kommen würde, ANDREW TOSH. Aber tatsächlich auf einem Einrad fuhr er leibhaftig auf die Stage. Sein Vater soll die Berge auf und ab mit dem Einrad gefahren sein, hat keine Bremsen. Hatte mir von Photos in Erinnerung einen etwas wilderen Typ vorgestellt. Ein Dressman erschien in wollweißem eleganten Sommeranzug ,rehbraunes Hemd eine Silberkette mit großem A  (oder war es sogar Platin) um seinen Hals. Eine wunderschöne braune Haut ,tolle Dreadlocks. gab die bekannten Songs seines Vaters zu Besten. Ich lauschte andachtsvoll, habe ich doch nie Peter Tosh live erleben können. Sein Sohn sein Ebenbild. 

 

Dann löste ihn der Messenger LUCIANO ab ,beide begleitet von der Firehouse Band auch DEAN FRAZER dabei. Luciano wirbelte über die Bühne ,dann Band und er im Gebet vertieft, dann sprang er von der stage und gab seine patschnasse Hand dann schlug er einen Salto. Ein super Auftritt vom Messenger.

 

Zum Schluss Andrew Tosh und Luciano gemeinsam singend "LEGALIZE IT" . Tosh zog an einem kleinen Joint, Luciano hielt ein Päckchen mit Herb gefüllt in der Hand. Ein Superauftritt. Ich wiederhole  mich ständig . Damian Marley hörte ich aus der Ferne und Ziggy Marley habe ich ausgelassen.

 

Sonntag gehörte wieder der Red Stage einen Platz in der ersten Reihe gesichert wieder bei brütender Hitze. Anthony Locks verpassten wir ,hatten ihn aber gerade in Kandel gehört auf dem Jamaica Reggae Festival. THE PIONEERS ein Gesangstrio, wahre Legenden ,traten zu zweit auf. Ein phantastisches Konzert ,ROCKSTEADY ,SKA ,REGGAE toller Gesang , sympatisch, bescheiden. Eine tolle Band ging in die Beine trotz Hitze war das Publikum voll in Action. Habe mir gleich von den Pioneers und den Congos eine CD gekauft.

 

                    

 

Dann das nächste Highlight  THIRD WORLD .Von DVD UND CD bekannt nun live.

Ich war überwältigt "96 degrees in the shade" ,die Menge flippte aus.

 

Dann JOY DENALANE eine hübsche charmante Frau mit großartiger Stimme.

 

Es wurde langsam dämmrig TOOTS AND THE MAYTALs erschienen. Ein fetziges Konzert, sehr gut, Toots so sympatisch wirkt noch so jugendlich. 2 Sängerinnen ,eine war wohl seine Tochter, sehr gut.

                         

 

Dann Jimmy CliFF  als letzter Artist .Was soll man noch sagen ein toller Abschluss. All seine bekannten Songs .Hung war begeistert "VIETNAM" ,einem der besten Protestsongs, zu hören. Die Menge sang mit und war sehr textsicher. Die Band sehr gut- eine Sängerin, J.Cliff sagte :zur Zeit die Topadresse auf Jamaica, hatte ein Tuch um die Hüften geschlungen mit silberfarbenen Pailetten machte Bewegungen, da ist jede Bauchtänzerin eine müde Krähe dagegen. mit dem Trompeter, auch Vocal, legte sie so manches flotte Tänzchen aufs Parkett. Der Bongoman wie immer gut die Band hervorragend.

Auf der Stage wurde es dunkel der Himmel wurde durch ein Feuerwerk erhellt. Andrew Murphy

fand noch einige abschließende Worte ,er musste sich Tränen aus den Augen wischen.

      

 

Zufrieden ,etwas erschöpft ,total vom Staub verdreckt ,trockene Kehle auf dem Weg zur Haltestelle vom Shuttlebus noch durch den Bazar gegangen. Shuttlebus so voll eine Taxe zum City Center genommen. Zwei sehr nette Studenten aus Neuseeland auf Europatrip stiegen zu. Montag morgen das Gepäck im Bahnhof aufbewahrt. Noch durch die Hohe Strasse geschlendert ,am Rheinufer gesessen ,im kühlen Dom von der Hitze erholt und einige besinnliche Gedanken gehabt. Wieder draußen traf mich Taubenschiss voll,i st echt ätzend, soll aber Glück bringen. Im Bahnhofskiosk kaufte ich noch lokale Zeitungen, wollte Artikel über den Summerjam lesen. Der klimatisierte  ICE brachte uns wieder in den Schwarzwald. Im Zug viele Arme mit Bändchen, viele Schweizer.

IRIE, Renate und Hung